Mission Marokko in der Krise bravourös gelöst

Saidia/Gronau – 

Kaum angelangt auf nordafrikanischem Boden, sorgte bei der Barbecue-Weltmeisterschaft, an der auch der Gronauer Robert Meyer mit einem Team teilnahm, eine besorgniserregende Nachricht für Irritation und Konfusion bei den Teilnehmern aus ganz Europa.

 Von Ernst Büttner

20 000 Zuschauer  verfolgten in Saidia die Grill-WM. Das Team von Robert Meyer landete auf Platz 11.Foto: Ernst Büttner

Zunächst wurde dem Organisator des Konvois, dem Schweizer Ex-Barbecue-Präsidenten Rolf Zubler, die Einreise nach Marokko verweigert. Daraufhin erlitt der amtierende Präsident der marokkanischen Barbecue Association einen Nervenzusammenbruch. Kurzfristig drohte das Unternehmen zu scheitern. Das nun führungslose Organisationsteam hatte zwar all seine Hausaufgaben gemacht, gleichwohl: Es fehlte das Know-How des Experten.

In dieser Krise war plötzlich Robert Meyer gefragt, seit Anfang des Jahres Vizepräsidenten der World Barbecue Association (WBQA) gefragt. Nahezu unbeeindruckt von der unerfreulichen Situation nahm Meyer das Zepter in die Hand und führte das engagierte Organisationsteam souverän durch den alles entscheidenden Wettkampfsonntag.

Gut 20 000 Menschen erlebten auf dem mit unzähligen Fahnen geschmückten „Place Maghreb“ ein Fest für die Sinne im Land von 1001 Nacht. Teams aus fünf Kontinenten fackelten auf ihren Rosten und im Smoker ein wahres Feuerwerk an kulinarischen Köstlichkeiten ab und ließen das vorwiegend marokkanische Publikum an den erlesenen Kreationen teilhaben. Gegen 18 Uhr dann hatte die Jury ihr Urteil gefällt: Der neue BBQ-Champion kommt aus Dänemark, dicht gefolgt von dem deutschen Seriensieger- Team „Gut Glut“ aus Rösrath bei Köln. Den dritten Platz belegte ein Team aus dem Fürstentum Liechtenstein.

Das Gronauer Team „BBQ N°37“ um Robert Meyer erreichte den 11. Platz im Gesamtklassement der 35 Grillteams aus der ganzen Welt, die das „Abenteuer Nordafrika“ wagten. Sieger waren wohl alle, die den Weg in das Küstenstädtchen Saidia gefunden hatten. Und, so Meyer: „Ohne die tatkräftige Unterstützung durch die Teams hätte diese WM nie funktioniert, hier wurde der Spirit der Bewegung spürbar: Mach Menschen mit einem Barbecue glücklich und schließe Freundschaften mit Menschen aus aller Welt.“ Vielleicht hat ja den abgebrühten Barbecue-Profi Robert Meyer die ihm in Marokko plötzlich zugeteilte Organisator-Rolle ein wenig zu sehr in Anspruch genommen, um ganz vorne bei er WM mitzumischen. Sei’s drum. Jetzt steht erst mal die lange Heimreise an. So Gott will, wird Meyer frühestens am Mittwoch nach über 2500 Kilometer im Lkw mit Wohnwagen dahinter in Gronau zurück erwartet.

Quelle: Westfälische Nachrichten Münsterland

 

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